INTERVIEW mit Susanne Bucholski

? Kannst Du uns bitte kurz Deinen Weg in die Malerei skizzieren?

Vor Jahren entdeckte ich für mich die Fotografie. Alles was mir vor die Linse kam wurde festgehalten. Doch irgendwann fing ich an diese Motive per Pinsel zu kopieren, sie leicht zu verbessern , zu verändern, neu zu gestalten. Der Dialog zu den Dingen wurde immer intensiver und ich entdeckte für mich ganz neue Möglichkeiten.

 

? Hast Du eine grundlegende künstlerische Ausbildung?

Ja, ich habe an der Kunstschule Alsterdamm/ Hamburg Acht Semester Graphic-Design erfolgreich studiert. Schwerpunkt dieses Studiums war die visuelle Darstellung und die angewandte Malerei. Vor wenigen Jahren hat mich die abstrakte, überdimensionale Malerei des Malers Peter Casagrande fasziniert, so dass ich ein Seminar in der Akademie der Bildenden Künste (AdBK) in Kolbermoor bei ihm absolviert habe. Ein Jahr später besuchte ich ein Seminar bei dem bekannten Maler Bernd Zimmer - ebenfalls in die AdBK. Tolle Erfahrung! Künstlerisch geprägt hat mich sicher mein Grossvater, der Architekt im Bauhaus und Landschaftsmaler war.

 

? Kannst Du deine Bilder kurz beschreiben?

Ich male noch sehr gegenständlich, fast fotorealistisch. Das liegt wohl an meiner graphischen Ausbildung und den vielen Jahren in der Werbung. Ausserdem male ich Motive,wie z.B. Blumen und Blüten. Hier interessiert mich insbesondere das Detail, die Schönheit, die Farbenpracht, die Kraft und die Ausstrahlung.

 

? Wie lange arbeitest Du an deinen Bildern? 

Das ist sehr unterschiedlich. Die gegenständlichen Bilder brauchen sehr viel Zeit. Oft Wochen. Die abstrakten „Experimente“ gehen meist recht schnell.

 

? Was willst Du mit deiner Kunst etwas erreichen?

Ich möchte, dass mit meinen Bildern den Menschen das Herz aufgeht. Wenn ich ein Bild verkaufe und anschliessend sehe, wie sehr sich die neuen Besitzer freuen, dann ist das schon ein riesiges Geschenk an mich.

 

? Wie wichtig ist dir der Austausch mit anderen Künstlern? Netzwerk, Ateliergemeinschaft, Stammtisch?

Der Austausch ist mir sehr wichtig, doch hier in Hannover ist es nicht so ganz einfach. Es gibt nur ein oder zwei Künstlerkollegen mit denen ich mich regelmässig austausche. Meine Kontakte sind liebe Künstlerkollegen in Bayern, ab und zu ein Seminar in Kolbermoor und selbstverständlich die sozialen Netzwerke. Noch haben wir ja Corona, doch das wird sich hoffentlich bald positiv auf die Kontakte auswirken.

 

? Wenn Du Dich selbst betrachtest, wie bist Du mit Dir und Deiner Tätigkeit als Künstler zufrieden? Hättest Du lieber einen vernünftigen Beruf erlernt?

√ Was heisst vernünftig? Nein, mein Beruf als Werber+Grafik-Designer war super. Viele Jahre habe ich nur für meinen Beruf gelebt. Er hat mir sehr viel handwerkliches Geschick in die Hand gegeben und jetzt kann ich so herrlich entspannt das machen, was mich wirklich berührt und Freude bereitet. Es ist die Farbigkeit, die Natur und das Abenteuer sich weiter zu entwickeln. In der Kunst gibt es keinen Stillstand, auch wenn es schon FAST alles gibt.

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