KÜNSTLER PORTRAIT

ASTRID TROST

1964 geboren und aufgewachsen an der Ostsee, Schleswig Holstein

 

Ausbildung zur Buchhändlerin

 

Station in Berlin

 

lebt und arbeitet bei München

 

freischaffende Künstlerin

 

Atelier in Puchheim bei München

Werdegang

Arbeitsbereiche: ländliche Hauswirtschaft, Au-Pair, Buchhändlerin, Verlagsassistentin, Autorenbetreuung, Hausverwaltung, Garderobe, Zeltlager Organisation, Leseförderung

 

2015 freie Kurse

2016 Grundfertigkeiten Zeichnen - Studio Zeiler, München

2017 Grundlagenkurs Malerei, Malakademie Münchner Bildungswerk

2018 Grund- und Aufbaustudium, Prof. Markus Lüpertz, AdBK Kolbermoor

2022 Meisterklasse Prof. Markus Lüpertz, AdBK Kolbermoor

Abschluss: Meisterschülerin

 

 

Mitgliedschaft

aktives Mitglied Kulturverein Puchheim e.V.

KünstlerSpectrum Pasing e.V.

Künstlernetzwerk DIE SPINNE

 

T: +49 178 69 66 427

M: trostastrid@web.de

www.astridtrost.de

 

 

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BILDER GALERIE

IN DER AKADEMIE

INTERVIEW

Kannst Du uns bitte kurz Deinen Weg in die Malerei skizzieren?

√ Ich war lange Jahre nur Betrachterin von Kunst und dann wollte ich für mich herausfinden, wie funktioniert das und wieso habe ich vor manchen Gemälden so starke Emotionen? Wie malt man Licht? Wie erzähle ich eine ganze Geschichte in nur einem Bild? Wieso berühren mich Bilder? Und dann habe ich quasi die Seite gewechselt und Kurse besucht. Gelernt und gespürt, dass auch das schöpferische Tun bei mir sehr viel auslöst. 

 

Hast Du eine grundlegende künstlerische Ausbildung, nutzt Du das Angebot von Kunstakademien, bist Du reiner Autodidakt etc?

√ Ich habe einfach bei der VHS angefangen und danach an einer Malakademie. Dann hat es mich nicht mehr losgelassen. Der nächste Schritt war eine professionelle Zeichenschule, Künstler als Lehrende und schließlich das Studium bei Prof. Markus Lüpertz. 

Bist Du ein „abstrakter“ oder ein „gegenständlicher“ Maler?

√ Ich bin male eher gegenständlich und gleichzeitig nicht eindeutig realistisch. 

 

Wie entstehen Deine Bilder? Hast Du vorher einen Plan oder gehst Du ganz frei an die weisse Leinwand heran?

√ Ich beginne ganz frei auf der Fläche mit der Imprimitur, die meistens sehr farbig ist. Danach konstruiere ich nach meinen Skizzen. Verwerfe allerdings auch viele Ideen im Laufe des Arbeitsprozesses. Ich male in mehreren Schichten.

 

Kannst Du Deine gemalten Bilder kurz beschreiben?

√ Gerne, am Liebsten lasse ich Räume auf der Leinwand entstehen, die jeder Betrachter auf seine subjektive Lesart wahrnehmen darf. Irritierend, verstörend oder auch einladend, warm, lebendig. 

 

Wie lange arbeitest Du durchschnittlich an einem Bild?

√ Lange, das bedeutet Wochen oder auch Monate. Ich arbeite parallel an zwei oder drei Bildern. 

 

Wie zufrieden bist Du mit Deinem Werk, wenn es fertig ist?

√ Andersrum : wenn ich zufrieden bin (das Bild hat die Ausstrahlung für mich, die ich erzielen wollte) dann ist das Bild fertig. 

 

Übermalst Du Bilder?

√ Ja. Sogar mehrfach. 

 

Denkst Du, dass Du einen Stil hast, an dem man Dich bzw. Dein Werk erkennen kann?

√ Könnte sein. Vielleicht können das andere Betrachter eher beantworten? 

 

Hast Du einmal versucht, einen anderen Stil (abstrakt, gegenständlich) auszuprobieren? Wie ist es Dir dabei gegangen?

√ Hab ich probiert. Aber im Moment bin ich noch immer vom Thema Raum fasziniert. 

Wie siehst Du Deine aktuelle Tätigkeit als Künstler? Malst Du jeden Tag im Atelier oder nur sporadisch?

√ Wenn es das äußere Leben zulässt, bin ich im Atelier. 

 

Wenn Du Deine Stellung als Künstler in der Gesellschaft beurteilst: wie groß ist die Anerkennung?

√ In dem Sinne, dass man mutig dieser brotlosen Kunst nachgeht, ist die Anerkennung da. In der Hinsicht, dass die Künstler*innen den Auftrag und die Verpflichtung haben, mit ihrem Talent und Können die Gesellschaft wiederzuspiegeln, fehlt es meiner Meinung nach, an Zustimmung. Auch mit seiner Kunst unbequem zu sein, ist heute kein hohes Gut mehr. Das wünsche ich mir anders. Mehr Mut bei den Künstler*innen und mehr Toleranz seitens des Betrachters. Kunst als Ausdrucksform kann mehr als Worte, da braucht es Bereitschaft sich darauf einzulassen. 

Gab oder gibt es heute Situationen, in denen Du die Tätigkeit als Maler komplett aufgeben wolltest?

√ Aufgeben? Nein! 

Wenn Du ein Bild verkauft hast: was bereitet Dir daran besondere Freude?

√ Dieser Moment wenn mein Bild den Raum verändert und es so genau dort hin gehört. Das fühlt sich für mich wie ein Geschenk an. 

Welchen Stellenwert nimmt die Kunst | Malerei allgemein in Deinem Leben ein?

√ Malerei gehört in meine Leben, wie meine Familie und Freunde. 

 

Willst Du mit der Deiner Kunst Etwas erreichen?

√ Ich möchte mit meiner Kunst Gefühle, Stimmungen ausdrücken. Wenn sich das transportiert, dann habe ich etwas erreicht. Und das berührt mich wiederum. 

 

Was hat Deine künstlerische Tätigkeit für Dich persönlich gebracht?

√ Ich bin in meinem Leben angekommen.

 

Du hast Dir sicher schon einige Gedanken zum Thema Kunst gemacht. Versuche, selbst einen Satz zu formulieren, der Dein Gefühl zur Kunst im Allgemeinen beschreibt.

 Kunst kann etwas in Bildern /Videos /Skulturen/ Papieren etc. ausdrücken. Wenn du Worte für diesen Ausdruck finden möchtest, dann sind da Grenzen. Diese Grenzen gibt es in der Kunst nicht. 

 

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